Trainierbarkeit und sensible Phasen im Sport

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Sensible Phasen im Sport haben nichts damit zu tun, wie empfindlich ihre Kinder im psychologischen Sinne sind. Viel mehr geht es dabei um Altersabschnitte, in denen der Körper sehr „empfänglich“ auf bestimmte Erfahrungen und Reize reagiert. Was muss in welcher Lebensphase des Kindes trainiert werden, um optimale Reize zu setzen? Macht es Sinn bei einer 15-jährigen Leichtathletin die Reaktionszeit zu trainieren? Oder sollte sich das Training in diesem Lebensabschnitt auf andere Bereiche fokussieren?

Folgende Tabelle zeigt auf, in welchen Jahren Ihre Kinder für bestimmte Reize besonders empfänglich sind und für welche kaum:

Ausdauertraining für die Kleinen bis zum geht nicht mehr? Nein danke.

Wie aus den Grafiken zu entnehmen ist, sind Grundschulkinder insbesondere bezüglich ihrer koordinativen Fähigkeiten besonders empfänglich. Die Reaktionsfähigkeit kann nach dem Grundschulalter sehr schlecht bis kaum beeinflusst werden.

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Die Rhythmusfähigkeit lässt sich ebenfalls bis zum Eintreffen der Pubertät trainieren, später wird es schwieriger. Kein Wunder, dass wir als nicht Tänzernation etwas steif und unrhythmisch erscheinen.

Die Erklärung ist einfach: Wir bekommen im Grundschulalter eindeutig zu wenige koordinative Reize, die unsere Fähigkeiten im Tanzen trainieren. Ist man an einem Ort, in dem Tanzen ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft ist, wie beispielsweise in Uganda, tanzt ein Mensch über seine gesamte Lebensspanne. Menschen in Uganda tanzen Zuhause, unter Freunden, in der Schule und natürlich auch beim Jubeln im Sport.

Motorische Fähigkeiten wie das Erhöhen der Maximalkraft oder der anaeroben Ausdauer sollten hingegen etwas später, etwa ab dem 14 Lebensjahr trainiert werden.