Kindersport in der aktuellen Situation– Luxus oder Notwendigkeit?

Atemschutzmaske. Ausgangsbeschränkungen. Smartphone. Computerspiele.

Die aktuelle Situation während der Corona-Pandemie bringt eine große Veränderung in unseren Alltag, an die wir uns immer noch gewöhnen müssen.

Die Rolle des Sports für Kinder

Durch den Sport-Entzug in Sportvereinen wird der natürliche Bewegungsdrang der Kinder stark eingeschränkt, was das Leben der Eltern und Kinder belasten kann.

Sportvereine leisten nämlich einen großen Beitrag zur gesunden sozialen, kognitiven, emotionalen und körperlichen Entwicklung des Kindes. Diese lebenswichtige Bereiche werden nur optimal entwickelt, wenn man es Kindern ermöglicht. Sind die Kinder für einen längeren Zeitraum vorwiegend Zuhause, werden diese Bereiche in Zeiten wie diesen schwächer entwickelt.

70% hören bereits bis zum Alter von 13 Jahren mit dem Sport auf. Der ohnehin bereits hohe Anteil von Bewegungsmangel und Drop-Out aus den Sportvereinen ist eine langjährige Bedrohung für den Sport und somit auch die Gesundheit der Bevölkerung.

Die Folgen des Lockdowns für die Kinder

  • Kinder werden viele Stunden zuhause vor Bildschirmen verbringen (eine Kontrolle durch die Eltern-Seite ist in der aktuellen Situation schwierig) und sich an diesen inaktiven Lebensstil gewöhnen.
    Ihr Trieb, sich zu bewegen, wird durch die Bildschirme unterdrückt.
  • Folgend werden Kinder ihre Motivation zum Sport verlieren.
  • Am „Ende“ der Beschränkungen wird es schwierig sein, die Kinder zu „überzeugen“, wieder zum Sport zu gehen.

Die Folgen von Bewegungsmangel sind bekannt

Beispiel-Folgen, die das Risiko durch Bewegungsmangel erhöhen:

  • Stoffwechselerkrankungen: Diabetes 2, Schilddrüsenstörung
  • Herzkreislauf Erkrankungen: Schlaganfall, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Thrombose
  • Muskel- und Skeletterkrankungen: Muskelverspannungen, Bandscheibenvorfälle, Abnahme von Knorpelmasse in Gelenken (Arthrose)
  • Psychische Leistungsminderung und Erkrankungen: Konzentrationsschwäche, Motivationsschwäche Depressionen, Angstzustände
  • Psychosoziale Störungen: Wohlbefinden, soziales Netzwerk (Beziehungen, Freundschaften etc.), Körper- und Selbstkonzept (soziale Identität, soziale Rolle, ausleben von Kultur und Tradition)

Die zukünftigen Maßnahmen der Entscheidungsträger zur Bekämpfung der Pandemie müssen Kinder und deren gesunde Entwicklung berücksichtigen und sichern.

Auch Eltern benötigen Unterstützung und Entlastung. Und das können ihnen Sportvereine sehr wohl geben.

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