Informationsanforderungen im Koordinationstraining

informationsanforderungen im sport - fraun im kajak am meer

Wie können Informationsaforderungen im Koordinationstraining angewendet werden?

Informationsanforderungen im Koordinationstraining können so verändert werden, dass Bewegungstechniken erschwert werden. Diese Informationen können optisch (durch das Auge), akustisch (durch das Ohr), taktil (durch das berühren), kinästhetisch (durch das spüren der Muskelspannung/Gelenkwinkel) oder vestibulär (durch das Gleichgewichtsorgan im Ohr) sein.

Welche Informationsanforderungen gibt es im Koordinationstraining?

Optische Informationsanforderungen

Im Rahmen eines Koordinationstrainings geht es dabei, ungewohnte optische Informationsanforderungen, welche die Bewegungskoordination erschweren sind, zu schaffen

Beispielübung:
Den Ball bei schwacher Beleuchtung, grellem Licht oder gegen die blendende Sonne fangen.

Akkustische Informationsbedingungen

Koordinative Aufgaben können durch akkustische Informationsbedingungen, erschwert werden.

Beispielübung:
Bälle fangen während laute Musik oder Lärm im Hintergrund ist.

Taktile Informationsanforderungen

Man kann das Koordinationstraining schwieriger machen, indem man die taktilen Informationsanforderungen erschwert.

Beispiele:
Handschuhe (je dicker, desto weniger Gefühl hat man an den Händen)
Vergrößern oder verkleinern der Fläche (z.B. Fangen des Balles nur mit den Fingerkuppen)

Kinästhetische Informationsanforderungen

Die kinästhetische Informationsanforderung kann erschwert werden durch z.B.:
Fangen von Bällen mit unterschiedlichen Gewichten
Fangen von Bällen mit unterschiedlichen Größen
Fangen von Bällen auf unterschiedlichem Untergrund (z.B. Sand)

Vestibuläre Informationsanforderungen

Die vestibuläre Informationsanforderung kann erschwert werden durch z.B.:
Fangen von Bällen während Drehungen des eigenen Körpers
Fangen von Bällen in unterschiedlicher Lage des Kopfes

Koordinativer Anforderungs Regler

In der unten stehenden Grafik kann man sehen, wie man durch Informationsanforderungen und Druckbedingungen ein Koordinationstraining steuern kann. Mithilfe des Koordinativen Anforderungs Regler kann man den Schwierigkeitsgrad einer Übung gut steuern, indem man dien Regler der Druckbedingungen und Informationsanforderungen „verschiebt“. Je höher das Leistungsniveau eines Sportlers ist, desto wichtiger sind die beanspruchenden Sinnesorgane.
Bei einem Skifahrer wäre es also weniger sinnvoll, das akkustische Sinnesorgan zu unterdrücken, denn es gibt andere Sinnesorgane, wie das Auge, die viel wichtiger für die jeweilige Sportart sind.

Koordinativer Anforderungs Regler – Informationsanforderungen – Mechling/Neumaier, 2009
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