Die wichtigsten Eigenschaften von Kindern im Sport

Persönlichkeiten und Eigenschaften von Kindern im Sport

Körperliche, soziale, emotionale und psychische Eigenschaften von Kindern zwischen 6 bis 8 Jahren im Sport

Körperlich

  • Ihre Motorik verbessert sich langsam aber stetig
    Deshalb sollten Sie etwas Geduld haben, wenn es um die sportliche Entwicklung der Kinder geht.
  • Damit Sie eine neue Technik lernen, brauchen sie einen visuellen Reiz –
    Trainer sollten also eine Technik nicht lange erklären, sondern selbst oder durch einen anderen Spieler, der die Technik beherrscht, vorzeigen
  • Sie haben eine bessere Kontrolle der großen Muskulatur, statt der kleinen
  • Kinder haben einen sehr hohen Energielevel. Sie werden sehr schnell müde & durstig erholen sich aber schnell.
    Deshalb sollten Spiele genutzt werden, die kurz & intensiv sind mit genügend Trinkpausen. Für die Variation sollten sich Spiele und Übungen im Inhalt (z.B. Regelveränderungen) verändern aber nicht zwingend im Aufbau
  • Mädchen und Jungs haben sehr ähnliche Fähigkeiten
  • Sie haben ein gutes Potenzial sich in ihren koordinativen Fähigkeiten zu verbessern
  • Spaß an der Bewegung, am Tun

Sozial

  • Sie sind von Erwachsenen abhängig. Bauen Sie ein Vertrauensverhältnis zu den Kindern auf. Probleme innerhalb des Sports sollten gemeinsam mit Kindern gelöst werden. Pflegen Sie den regelmäßigen Austausch mit den Eltern, damit Sie immer auf aktuellem Stand sind.
  • Sie lernen wie man Freunde macht und haben einige „beste Freunde“
  • Die Meinung von Gleichaltrigen wird immer wichtiger. Ihnen ist es häufig wichtiger vor Gleichaltrigen erfolgreich zu sein anstatt vor ihren Eltern
    Geben Sie den Kindern messbare Aufgaben, damit sie sich untereinander vergleichen können.
  • Jungs und Mädchen machen gerne miteinander Sport
  • Sie lernen zu kooperieren. Trainer sollten den Kindern Aufgaben stellen, in denen sie zusammen arbeiten.

Emotional

  • Ihr Selbstwertgefühl entwickelt sich: Ich kann das!
  • Lassen sich sehr schnell ablenken
  • Fairness ist besonders wichtig. Der Trainer spielt eine besondere Rolle auf dem Platz. Leben Sie Werte vor, von denen Sie überzeugt sind. Wie sehen Fairness und Respekt in der Praxis aus?
  • Sie suchen nach der Erlaubnis des Trainers
  • Kinder möchten gelobt werden und mögen es, wenn sie eine Belohnung bekommen. Geben Sie ihnen eine Bestätigung / Lob, wenn sie etwas gut lösen.
  • Sie sind sehr sensible Kritik gegenüber und sie frustrieren sich schnell. Wenn die Kinder also etwas nicht verstehen oder nicht optimal lösen, sollten Trainer mit strenger Kritik vorsichtig sein. Das könnte zu negativen Gefühlen und Abneigung zum Sport führen
  • Möchten Spiele spielen, die einfache Regeln haben
  • Brauchen Erwachsene, damit sie lernen mit Misserfolgen und Problemen umzugehen

Kognitiv

  • Sie haben ein gutes Verständnis von Worten, lernen aber am besten im Tun und im Erforschen.
  • Kinder interessieren sich um den Prozess und weniger um das Ergebnis.
  • Sie haben Schwierigkeiten damit, das Konzept des Wettbewerbes ist schwierig zu verstehen
  • Kinder haben eine begrenzte und nicht konsistente Aufmerksamkeitsspanne. Deshalb gilt für Trainer: kurze & prägnante Erklärungen.
  • Beginnen die Emotionen anderer nachzuvollziehen
  • Sind sehr einfach zu motivieren.
  • Sind von Natur aus neugierig und fragen sehr häufig nach dem „Warum“

Körperliche, soziale, emotionale und psychische Eigenschaften von Kindern zwischen 9 bis 12 Jahren im Sport (goldenes Lernalter)

Körperlich

  • Sehr empfänglich für koordinative anspruchsvolle Aufgaben
  • Viele Mädchen und manche Jungs erreichen Pubertät und haben Wachstumsschübe, reifen allerdings unterschiedlich schnell (sehr große vs. sehr kleine, die als Erwachsene gleichgroß sein werden)
  • In der Pubertät nimmt die Muskelmasse zu und das Verletzungsrisiko steigt. Deshalb ist es umso wichtiger, die Belastung des Trainings immer progressiv (also von niedrig auf hoch) aufzubauen
  • Sie verbessern sich stets in ihren motorischen Fähigkeiten, sprich, Kraft, Gleichgewicht und Koordination. Die Feinkoordination entwickelt sich rasch. Sie sollten insbesondere die koordinativen Fähigkeiten fördern.

Sozial

  • Werden immer unabhängiger
  • Sie beginnen sich mit Gleichaltrigen zu identifizieren. Dennoch brauchen sie Eltern und Trainer als Wegweiser und Unterstützung
  • Mögen ein Umfeld, das konstant ist und sich nicht ständig verändert
  • Haben Spaß an Gruppenaktivitäten
  • Bevorzugen mit Kindern gleichen Geschlechts Zeit zu verbringen
  • Mögen Verantwortung zu übernehmen und manche entwickeln einfache Führungskompetenzen. Trainer sollten Kindern also Aufgaben übergeben
  • Mädchen sind sozial reifer als Jungs

Emotional

  • Sie wollen nicht nur spielen, sondern auch gewinnen. Deshalb sollten Trainer unterschiedliche Turnierformen im Training nutzen
  • Hohes Selbstvertrauen in die eigenen sportlichen Fähigkeiten
  • Akzeptieren die Regeln und Werte der Eltern/Familie aber stellen die Autorität der Eltern in Frage.
  • Bewundern und imitieren von älteren, erfolgreichen Sportlern (Vorbildern)
  • Sie konzentrieren sich auf Erfolg. Misserfolge werden klein gehalten
  • Sie mögen Herausforderungen, möchten aber nicht öffentlich blamiert werden (indem sie etwas nicht schaffen)
  • Möchten sich akzeptiert fühlen (Selbstwert)
  • Sind einfach zu motivieren und nehmen einfach Risiken auf
  • Haben in der Pubertät Stimmungsschwankungen
  • Sehr schnelles körperliches Reifen können die Kinder/Jugendlichen als peinlich empfinden

Kognitiv

  • Sie haben ein gutes logisches Verständnis. Neue Ideen verstehen sie am besten, wenn sie zu vergangenen Erfahrungen Bezug nehmen
  • Haben eine größere Aufmerksamkeitsspanne
  • Lernen sehr schnell. Allerdings beurteilen sie sehr streng nach richtig/falsch oder schwarz/weiß
  • Häufig lehnen sie Ideen von Erwachsenen ab, damit sie ihre eigenen finden können
  • Mögen es Ideen, Gedanken und Reaktionen mit anderen zu teilen
  • Intrinsischen (von innen kommende) Motivation wird besonders wichtig. Man tut etwas nicht, damit man belohnt wird, sondern weil man es für sich selbst tut
  • Kann unterscheiden zwischen Fähigkeiten und Anstrengung (wenn ich hart arbeite, werde ich mich verbessern)
  • Verstehen genau, was Wettbewerb heißt
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